Öko-Balance

Kurswechsel

 

Wenn Wachstumskurs wir beibehalten,

Kann ’s Glück die Treu uns nicht mehr halten.

Denn wenn wir es nicht fertig bringen,

Der Überlastung zu entrinnen,

So wird im Öko-Weltsystem,

Bald ein Zusammenbruch geschehn.

 

Wir müssen unsern Schiffskurs schwenken,

Umweltbelastung stark absenken;

Dies gilt für den Pro-Kopf-Verbrauch

Und für die Menschenanzahl auch.

Wenn uns der Kurswechsel gelingt,

Die Öko-Balance Rettung bringt.

 

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Wie kann die Öko-Balance erreicht werden?

Wie kommen wir ins Gleichgewicht mit der Natur?

Bringen wir es fertig, nicht mehr von der Natur zu beziehen, als sie nachliefern und verkraften kann?

Bei diesen Fragen kann uns der Gelehrte Paracelsus weiterhelfen:

 

 

Ode an Paracelsus

 

Wär’n wir im Öko-Gleichgewicht,

Umweltprobleme gäb’ es nicht.

Schon Paracelsus hat erkannt,

Die Menge nur ist relevant.

 

Die Öko-Balance ging verloren,

Denn das Produkt der zwei Faktoren:

„Pro-Kopf-Verbrauch“ und „Menschenzahl“

Stieg viel zu stark, es ist fatal.

 

 

Drum lasst uns Paracelsus ehren

Und diesen Wachstumstrend umkehren.

Vor 500 Jahren sagte Paracelsus: „Nichts ist Gift und alles ist Gift, die Menge nur ist relevant.“ Dies gilt auch für die Umwelt. Das folgende Gedicht erläutert dies detailliert.

 

 

Das Problem der Menge

 

Vorbei ist’s mit der alten Ruh,

Umweltprobleme nehmen zu.

Wir können sie nicht schlittern lassen.

Wir müssen uns damit befassen:

 

Das Artensterben muss uns schrecken.

Ozonschicht kann uns nicht mehr decken.

Das Gleichgewicht mit der Natur

Das bleibt für uns ein Fernziel nur.

 

Die Meere sind bald leer gefischt.

Altlasten bringt der Abfallmist.

Atommüll stellt uns viele Fragen;

Niemand will Langzeitlager haben.

 

Der Feinstaub kratzt in unsern Lungen;

Ozon ist auch schon eingedrungen.

Der Klimawandel bringt Orkane.

Es steigen an die Ozeane.

 

Ressourcen, nicht erneuerbare,

Gezählt sind die Verfügungsjahre.

Recycling ist zum Teil nicht möglich;

Das sehen wir beim Abfall täglich.

 

Der Mangel an trinkbarem Wasser

Wird vieler Orten immer krasser.

Die Wüsten schreiten ständig weiter.

Wird denn die Menschheit nie gescheiter?

 

Gefährdet sind die Regenwälder;

Man braucht das Land für Sojafelder.

Durch CO2, die Forschung spricht,

Verlieren Meere ’s Gleichgewicht.

 

Und wie entstand dann die Misère?

Gestattet, dass ich es erkläre

Und zeige eines Weges Spur

Zum Gleichgewicht mit der Natur:

 

Einst waren in der Erde Schoss

Land, Wasser, Luft unendlich gross.

An Umwelt dachte man noch nicht;

Noch hatten Menschen kein Gewicht.

 

Doch Fortschritt brachte dann in Schwung

Den Anstieg der Bevölkerung.

Enorm stark ist gestiegen auch

Der menschliche Pro-Kopf-Verbrauch.

 

Pro-Kopf-Verbrauch und Anzahl Menschen:

Es gilt beides mit Kraft zu bremsen.

Sogar ein Reduziergebot

Täte in vielen Ländern Not. *

 

Denn das ist leider unser Los:

Die Welt ist nicht unendlich gross.

Drum achtet, dass man’s nicht verdränge

Und einbezieht ’s Problem der Menge.

 

 

Wie kriegen wir das Problem der Menge in den Griff?

So wie es entstanden ist: langsam und langfristig. Und so muss auch wieder zurück buchstabiert werden. Dazu muss das von den meisten Politikern hochgejubelte Wachstum in eine sanfte Schrumpfung umgekehrt werden.

Jedem denkenden Menschen müsste klar sein, dass ewiges Wachstum in einem begrenzten Lebensraum nicht möglich ist.

 

Das Geschwätz vom Wachstum

in Anlehnung an das gleichnamige Buch von U. P. Gasche und H. Guggenbühl

 

Wenn uns’re Wirtschaft gut floriert,

Läuft die Gesellschaft wie geschmiert

Und jeder will vom grossen Kuchen

Das beste Stück für sich aussuchen.

Es tönt der  Ruf nach Wachstum laut.

So werden „Links“ und „Rechts“ vertraut.

 

Wir setzen Wachstum uns als Ziel

Und denken aber gar nicht viel

Darüber nach, was Wachstum bringt,

Was für Ressourcen es verschlingt.

 

In dem begrenzten Lebensraum

Ist ew’ges  Wachstum nur ein Traum.

 

So steuern wir gerad’wegs los

Auf ein gewaltiges Chaos,

Wenn wir uns nicht sehr bald besinnen

Und diesem Wachstumszwang entrinnen.

 

Es ist das alberne Geschwätz

Vom ew’gen Wachstum wirklich lätz.

 

 

Auf dem Weg „weg vom Wachstum“ ist eine ganzheitliche Lösung anzustreben.

 

 

Ganzheitliche Lösung

 

Umweltprobleme gibt es viele.

Wir fragen uns: „Was führt zum Ziele,

All die Probleme zu beheben,

Mit der Natur im Einklang leben?

 

Doch löst man nur ’s Akutproblem,

So bleibt die Überlast besteh’n.

An einem Ort gute Entlastung

Bringt andernorts Zusatzbelastung.

 

Wer meint Atomkraft würde nützen,

Als Beitrag ’s Klima zu beschützen,

Der muss sich ehrlich einmal fragen:

„Wer will denn Langzeitlager haben?“

 

Auch Bio-Treibstoff, muss man sehn,

Führt zu ganz anderem Problem.

Denn um der Reichen Treibstoff willen,

Kann mancher nicht den Hunger stillen

 

Wir woll’n Natur intakt erleben,

Drum Öko-Balance wir anstreben.

Nur eine ganzheitliche Lösung

Bringt Menschen und Natur Erlösung.

 

 

Eine humoristische Entspannung könnte jetzt nicht schaden:

 

 

 

 

Ukulele

 

Wer macht die ganze Welt kaputt?

 

Wer macht die ganze Welt kaputt?

Die Männer produzieren Schutt.

Durch ihre Grosstechnologie

Stirbt Feld und Wald und bald das Vieh.

 

Die Frauen denken ohne Mann

Da wär’ die Umwelt sehr gut dran.

Was Männer machen das ist mies,

Ohne sie wäre s’ Paradies.

 

Die Männer sagen: Das stimmt nicht.

Wir erfüllen nur unsre Pflicht.

Das was wir machen braucht das Weib

Für Wohnkomfort und Zeitvertreib.

 

Warmes Wasser, Jumbojet,

Kosmetika und Himmelbett,

Abwaschmaschine, Silberglanz

Und Abendrobe für den Tanz.

 

Wir Männer könnten einfach leben,

Wär’n keine Frauen hier zugegen.

Doch ohne Frau’n, wir sehen das,

Machte das Leben keinen Spass.

 

Die Schuld die liegt, man sieht es ein,

Weder bei Mann noch Frau allein.

Die Schuld die liegt, es ist fatal,

Bei unsrer allzu grossen Zahl.

 

 

 

SUBJEKTIV

 

Das Söhnlein ist nicht mehr daheim

Bei seinem lieben Mütterlein.

Die Mutter ihren Sohn verliert;

Sein Weib, das ist emanzipiert.

Moderne Eh’ und Partnerschaft

Bedingt, dass er im Haushalt schafft.

Das bringt der Mutter viel Verdruss,

Weil so ihr Söhnlein krampfen muss.

Sie reklamiert: „Das ist nicht recht.

Ja meinem Sohn geht’s wirklich schlecht.“

 

Beim Töchterchen freut sie sich sehr;

Der Schwiegersohn hilft immer mehr.

 

Das tote Pferd

 

Der Lukas sieht, wie sein Freund Gerd

Hinter sich zieht ein totes Pferd.

Der Gerd dabei sehr tüchtig krampft;

Sein Körper vor Anstrengung dampft.

 

Der Lukas fragt: „Was machst du da?“

Der Gerd der sagt: „Du siehst es ja.“

Der Lukas fragt: „Zu welchem Zweck?“

„Ich sag’s dir, wenn du hilfst, du Geck!“

 

Der Lukas fasst nun tüchtig an.

So kommen sie recht gut voran.

Jetzt will es Lukas aber wissen:

„Warum wird an dem Pferd gerissen?“

„Ja Lukas ich werd’s sagen dir,

Wenn wir zu Hause sind bei mir.“

 

Doch als sie angekommen waren,

Konnt’ er den Grund noch nicht erfahren.

Zuerst musste das tote Pferd

Hinauf zur Wohnung von Freund Gerd.

Es war ein schwierig Unterfangen,

Mit Pferd zur Wohnung zu gelangen.

 

Mit letzter Kraft, erschöpften Lungen

Ist es dann schliesslich doch gelungen.

Sie haben s’Pferd ins Bad geschmissen.

Jetzt durfte Lukas alles wissen.

 

Der Gerd sprach: „Ich bin allerwegen

Dem grossen Bruder unterlegen.

Ich kann doch sagen was ich will;

Der Bruder sagt: „Ach sei doch still.“

Er nimmt mir immer alle Lust,

Sagt ständig: „Hab’ ich schon gewusst!“

 

Kommt er nach Hause heut’ wie immer,

Geht er zuerst ins Badezimmer.

Wenn er uns dann erstaunt erklärt,

Im Bad da sei ein totes Pferd,

Bereite ich ihm einen Frust

Und sage: „Hab’ ich schon gewusst!“ “

 

Der Bruder bald nach Hause kam.

Er seinen Weg zum Bade nahm,

Um dann ins Wohnzimmer zu schreiten

Und diese Nachricht zu verbreiten:

„Hört gut, was ich euch allen sag:

Ein toter Esel liegt im Bad!“

 

Der Gerd sich alsogleich beschwert:

„Nein, grosser Bruder, ’s ist ein Pferd!“

Der Bruder gibt zurück den Frust,

Sagt heiter: „Hab’ ich schon gewusst!“

 

 

Warum kommt man trotz der Anstrengungen im Umweltschutz dem Ziel der Öko-Balance nicht näher?

 

 

 

 

Ursache ist wichtig

 

 

Umweltverbände müh’n sich tüchtig,

Sehr dauerhaft und nicht nur flüchtig.

Und würden sie nicht wirken immer,

Der Umweltzustand wär’ noch schlimmer.

 

Das Ziel, das Ökogleichgewicht,

Erreichen sie trotz allem nicht.

Warum denn dieses Ungemach?:

Sie gehen nicht der Ursach’ nach.

 

Die Ursach’ ist, es ist fatal.

Pro-Kopf-Verbrauch mal Menschenzahl.

Bekämpft man nicht beide Faktoren,

So geht der Umweltkampf verloren.

 

Wer will, dass Umwelt nicht muss leiden,

Bekämpft drum intensiv die beiden.

 

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Wir haben doch schon niedere Geburtenraten! Was soll’s dann mit dem Faktor Menschenzahl?

Die Umweltproblematik muss weltweit betrachtet werden. Die Weltbevölkerung nimmt jährlich um rund 80 Mio. zu; soviel wie ganz Deutschland. Wir sind schon überbevölkert und das Problem der Zunahme liegt vor allem in den Entwicklungsländern.

 

 

Demographische Falle

 

Inspiriert durch das Buch von Klaus M. Leisinger

„Die sechste Milliarde“

 

 

Entwicklungsländer haben’s schwer.

Sie wurden ausgebeutet sehr.

In Armut liess man sie zurück.

Auch haben viele heut kein Glück.

 

 

Die Kindersterblichkeit hat man besiegt;

Nicht aber, dass man viele Kinder kriegt.

So stürzen drum in manchem Falle

Gar viele in die Armutsfalle.

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Familienplanung ist deshalb nötig. Gute Familienplanung ist immer auf freiwilliger Basis; d.h. zur Verfügungstellung von Verhütungsmitteln zu erschwinglichen Preisen verbunden mit Information und Bildung.

Es sind vor allem religiöse Gruppierungen, die sich für Entwicklungshilfe einsetzen. Man muss ihnen ein Kränzchen winden. Sie helfen den Ärmsten der Armen. Leider denken sie nicht langfristig und haben religiöse Vorbehalte zur Familienplanung.

Durch die hohen Geburtenraten fallen viele Entwicklungsländer in die Armutsfalle, so wie wir es im Gedicht gehört haben.



Beste Wirkung

 

Ja selbst die Umweltschutzverkünder

Sind irgendwo auch kleine Sünder.

Und jede Umweltsünd’ wird zum Problem,

Wenn viele Menschen sie begeh'n.

 

Drum lasst uns beste Wirkung denken.

Sie heisst: Geburtenanzahl senken.

Langfristige Solidarität mit den Entwicklungsländern verlangt die Kopplung der guten Projekte mit würdiger Familienplanung.

 

 

Solidarität

 

Familien-Solidarität

In der Regel gut gerät.

Jedoch in der Gemeinde Schoss

Da ist sie schon nicht mehr so gross.

 

Im Staat ist sie ein paar Prozent,

Nur weil man dort nicht alle kennt.

Und weltweit liegt’s in den Promillen;

Nicht jeder kann den Hunger stillen.

 

Das schwächste Solidarbestreben

Gilt denen, die in Zukunft leben.

Das Schlimmste muten ich und du

Drum unsern Enkelkindern zu.

 

Wären wir solidarisch mit zukünftigen Generationen, würden wir wie im ersten Gedicht ausgedrückt, unser Gesellschaftsschiff Richtung Öko-Balance steuern und nicht Richtung Gewinnmaximierung und Wachstum.

 

Die Öko-Balance hätte auch für die heutige Generation Vorteile.

 

Vorteile der Öko-Balance  
(Publikum liest ab Projektionswand)

 

Natur tät nicht mehr kollabieren.

Wir könnten diese Angst verlieren.

 

Auch würde nicht, wohin man schaut,

So vieles restlos zugebaut.

 

Die extensive Landwirtschaft

Fürs Erdreich dann Erholung schafft.

 

Ressourcen, nicht erneuerbare,

Reichten unendlich viele Jahre. *1)

 

Der grosse Energieverbrauch,

Der senkte sich sehr drastisch auch.

’S Problem wär’ aus der Welt geschafft,

Mit Sonnen-, Wind- und Wasserkraft. *2)

Wir lebten glücklich, wären froh,

Ohne das Kernkraft-Risiko.

 

Die Feinstaubgrenzwertüberschreitung

Ständ’ nicht mehr dauernd in der Zeitung.

 

Und schliesslich würde es noch nützen,

Als Beitrag ’s Klima zu beschützen.

 

Die Seen würden stark verjüngt;

Sie würden nicht mehr überdüngt.

 

Zudem könnte das Artensterben,

für uns nicht mehr gefährlich werden.

 

Auch in der Luft zu viel Ozon,

Wär’ nicht mehr unser Angstsyndrom.

 

Natur, die müsste nicht mehr leiden.

Die Lebensqualität würd’ steigen.

 

Kurz: Öko-Balance würd’ sich lohnen

Für alle Generationen.

 

*1) Siehe Hans Christian Binswanger im Schweiz. Energiestiftung Report 16 vom 16.4.1999

*2) Gemäss Bundesamt für Energie kommen 16,4 % des Verbrauchs aus erneuerbaren

     Energien. Wären wir in Öko-Balance, würde das bis auf 1,5 % heute schon genügen.

 

 

Nun wäre es wieder an der Zeit für eine humoristische Auflockerung:

 

 

Vorsätze

 

Frei nach Hans Heiri Dahinden (Chanson)

 

 

Und e Chratte voll Chriesi und e Platte voll Schnitz,

Du wärsch gern e Brave, es glingt dr kei Bitz.

Du möchtisch so gern ja en Heilige si

:Aber ja no nöd morn, aber ja no nöd z’gli:

 

Mir möchted jetzt zrugg ga i d’ Öko-Balance

Und möchted sie packe di zuekünftig Chance.

Mir möchted die beschte Umwältschützer si,

:Aber ja no nöd morn, aber ja no nöd z’gli:

 

Du wärisch so gärn so schlank wien es Reh,

Will jede dis Ränzli vo witem cha gseh,

Du schwörsch jetzt wird gfaschtet und turnet derbi,

:Aber ja no nöd morn, aber ja no nöd z’gli:

 

Mir möchted, dass s’Wachstum jetzt chäm zum ne Änd,

Will mir uf de Wält jetzt scho Überlascht händ.

Das Wachstum das seig jetzt doch ändlich verbi,

:Aber ja no nöd morn, aber ja no nöd z’gli:

 

Au möchtisch du gern in Himmel dänn cho,

Um Gloria z’singe, das miech dich so froh,

Du möchtisch so gern dänn es Ängeli si,

:Aber ja no nöd morn, aber ja no nöd z’gli:

 

 

Wunschfee

 

Es war einmal ein altes Pärchen.

Als beide hatten 60 Jährchen,

Kam eine Wunderfee geflogen;

Und da sie sich noch nie betrogen,

Hat jedes dann der lieben Zwei,

Zwei eigne grosse Wünsche frei.

 

Die Frau die möchte ohne zagen

Ein Schloss und schöne Kleider haben.

Der Zauber wirkt, die Glocke klingt,

Die Fee schon Schloss und Kleider bringt.

 

Der Mann der wünscht sich frank und frei,

Dass seine Frau viel jünger sei.

Der Zauber wirkt, die Glocke schallt,

Schon ist er 90 Jahre alt.

 

 

Der Zauberer

 

Der Zauberer, der zauberte;

Das Publikum applauderte.

Der Zauberer war gross im Schuss,

Versprach den Höhepunkt zum Schluss.

 

Es musste aus dem Publikum,

Ihm jemand beistehen darum.

Er hat nicht lange sich besonnen,

 

 

Schon an der grossen UNO-Konferenz 1992 in Rio de Janeiro war man sich klar, dass jedes Land eine nachhaltige Entwicklung anstreben muss. Daraufhin wurde nicht nur in der Schweiz das Anstreben einer nachhaltigen Entwicklung in die Verfassung aufgenommen.

 
 

Verfassung

 

 

Verfassung sollte man einhalten,

Auch wenn Intressen Meinung spalten,

Denn was in der Verfassung steht,

Über Privatintressen geht.

 

Doch was wir heute so erleben,

Ist nicht gemeinsames Bestreben.

Zuerst kommen die Interessen

Und die Verfassung geht vergessen.

 

An erster Stelle ernst genommen,

Müsste die Öko-Balance kommen

Und auch ans Wohl des Volks gedacht,

Statt Kursgewinne, dass es kracht.

 

Wachstum bringt kurzfristig Gewinn.

Langfristig macht es keinen Sinn.

Ja der Gewinn ist schlecht erworben;

Viel’ Arten sind schon ausgestorben.

 

Man kann es leider nicht verzeihen,

Parteien nur nach Wachstum schreien.

Wie könnte es denn nur gelingen,

Vom Wachstumswahn sie abzubringen?

 

Es ist bezüglich der Verfassung

Das Wichtigste in Unterlassung;

Denn ohne ’s Öko-Gleichgewicht

Ist stets Zusammenbruch in Sicht.

 

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Warum handeln die Politiker nicht?

Für den Kurswechsel Richtung Öko-Balance müsste man langfristig denken. Die Politiker müssen jedoch kurzfristig Erfolge vorweisen können, sonst werden sie nach vier Jahren nicht wiedergewählt.

 

Langfristig denken

Langfristig denken würd’ sich lohnen.

Man tät die Umwelt besser schonen.

 

Erst wenn auch die Bevölkerung die Öko-Balance will, werden auch die Politiker in dieser Richtung handeln. Aber leider denken die meisten Leute: „Die Andern sollen!“

 

 

Nur die andern

Umweltprobleme soll man lösen.

Doch meist sind and’re nur die Bösen.

Es werden alle Schuldner aufgezählt,

Wenn nur die eig’ne Schuld nicht quält.

 

Die einen denken ’s führt zum Ziel,

Verteufelt man ’s Automobil.

Und And’re möchten Schuld zuschieben,

An jene, die im Flugzeug fliegen.

 

Gar manche setzen auf ’s Bestreben,

Viel umweltfreundlicher zu leben.

Die Schuld trägt auch die Industrie

Und viel Methan entsteht beim Vieh.

 

Viel’ Worte werden noch verloren:

Bei Feinstaub, Heizung und Motoren.

Schlussendlich freut sich jedermann,

Wenn Schuld man andern geben kann.

 

Dass wir den Kurswechsel vornehmen hat auch mit Ethik zu tun

 

Zentrum der Ethik

 

Wir haben es genug gehört:

Die Natur, die wird zerstört

Von Frauen und von Männern.

D’rum sollte es nun dämmern;

Das Resultat von der Geschicht’:

Die Natur braucht den Menschen nicht.

Wir brauchen aber die Natur.

D’rum bleibt der einzge Ausweg nur,

Dass wir die Natur höher ehren

Und uns nur nachhaltig vermehren.

Im Zentrum der Ethik soll nicht der Mensch allein,

sondern die ganze Schöpfung eingebettet sein.

 

Sätze, die früher Sinn machten, haben heute wegen den technischen Möglichkeiten verheerende Auswirkungen.

 

Überheblichkeit

„Macht euch die Erde untertan“.

Ich klage diese Worte an.

Das hat die Menschen stolz gemacht

Und der Natur viel Leid gebracht.

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Und nun noch einen Ausblick in die Zukunft:

 

Zukunftsfähig


Umweltprobleme lösen viele:

Das wär’ es, was uns gut gefiele.

Das Rezept wär’ allen klar,

Seit Konferenz in Rio war.

 

Die UNO sagt, wenn jedes Land

Zurück zur Öko-Balance fand,

So ist sie generell gelöst,

Die Welt von Überlast erlöst.

 

Wie man dann dieses Ziel erreicht?

Dies zu erklären ist ganz leicht:

Wir meiden jede Quantität

Und setzen nur auf Qualität.

Wir halten Wirtschaft so im Schwung

Trotz Rückgang der Bevölkerung.

 

Auch wenn dies ist einleuchtend sehr,

So fällt uns die Umstellung schwer.

Man fährt zu gern auf alten Gleisen,

Statt zukunftsfähig sicher reisen.

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Geschenk der Natur

 

Und würden wir langfristig denken,

So könnten ’s Geschick wir noch lenken.

Das Umweltproblem

Wär’ nicht mehr zu sehn.

Natur würd’ uns reichlich beschenken.

 

Wenn wir die Öko-Balance finden,

Umweltprobleme bald verschwinden.

Es dreht sich drum in diesem Buche

Fast alles um die Balance-Suche.

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Die Öko-Balance ist erreicht, wenn wir nicht mehr von der Natur beziehen,

als sie nachliefern und verkraften kann.

 

Diskussion

3 Beispiele: USA, Indien, Schweiz

 

Zur Auflockerung der Diskussion:

 

Katz und Maus

 

Die Katze jagt im Feld die Maus,

Die flüchtet sich zu Hof und Haus,

Entweicht der Katze überall

Und rettet sich zuletzt im Stall.

 

Da freut sie sich ganz ungemein,

Der bösen Katz entflohn zu sein.

Doch unerwartet Knall auf Fall

Steht auch die wilde Katz im Stall.

 

Das Mäuslein springt davon im Nu

Und wendet sich dann an die Kuh:

„Du liebe Kuh, ach hilf mir doch,

Sonst frisst die böse Katz mich noch!“

 

Die Kuh zur Maus: „Geh hin und stell

Dich hinter meinen Schwanz ganz schnell.“

Die Kuh, die hebt darauf den Schwanz,

Bedeckt die Maus mit Kuhdreck ganz.

 

Doch nein, der Schwanz ragt noch heraus

Und so entdeckt die Katz die Maus.

Sie zieht sie aus dem Dung heraus

Und frisst sie dann trotz Kot: „O Graus.“

 

Und die Moral von der Geschicht

Will ich euch vorenthalten nicht:

„Nicht jeder, der dich deckt mit Kot,

Bereitet dir dadurch auch Not.

 

Nicht jeder, der hinaus hilft dir,

Meint’s gut für dich, das glaube mir.

Wirst du beschissen, kannst nicht fliehn,

Musst besser du den Schwanz einziehn.“

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Logik

Sonntagsausflug

Reserve:

 

Blaues Auge

Grosi

 

Ich wünsche allen beim Lesen dieses Gedichtbändchens viele Einsichten und bei den humoristischen Zwischenkapiteln viel Vergnügen.

 

Dieser 89 seitige Gedichtband kann für CHF 10.00 incl. Versand bestellt werden bei:

 

 

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